Rochuskirche, Köln, 2006
„Sünde“ ist heute aktueller denn je: „Liebe Sünde“ mit Lilo Wanders war jahrelang eine Kultsendung, „TV-Sünde“ heißt eine Programmzeitschrift und im Internet findet man unter den entsprechenden Suchbegriffen ein „Sündenportal“. Auch in der Kulturszene ist die Sünde präsent, wie beim amerikanischen Dramatiker Neil La-Bute, dessen Stücke „Bash“, „Einordnen“ oder „Land der Toten“ um das Thema „Sünde“ kreisen. „Peccatum Mundi“ geht der Frage nach, ob der Begriff „Sünde“ überhaupt ohne religiösen Bezug zu begreifen ist und woher das zeitgeistige Interesse an Neil La-Bute oder Filmen wie „Seven“ rührt. Verschiedene Chöre stellen das Thema in einem ständigen Wechselspiel zwischen individueller Erfahrung und historischer „Entwicklung“ (Sündenfall und Bewusstsein, moralische Knechtschaft und Lust an der Übertretung, jugendliche Provokation und Säkularisierung, Gemeinschaft und Schuld) dar.
„Wenn ein Geist stirbt, wird er Mensch. Wenn ein Mensch stirbt, wird er Geist“
(Novalis,Fragmente)
Regie
Gregor Weber
Sprecher
Robert Christott
Kalli Zmugg
Gesangschor
Sybille Hummel
Gertraud Thalhammer
Mathias Hudelmayer
Stefan Mosemann
Isabell Brenner
Anne Wiemer
Tänzerchor I
Nina Kierdorf
Annika Weitershagen
Gwendolin Gemmrich
Katherina Jarzebowski
Tänzerchor II
Sebastian Krackl
Denise Albert
Mirjan Cuni
Christiane Müller
Stelzenchor
Elisabeth Pleß
David Koch
Arne Obermeyer
Hexenchor
Andrea Eberl
Leslie Mader
Melanie Noske
Diener
Daniel Mutlu
Musik
Wilfried Kaets (Orgel)
Norbert Krämer (Schlagzeug)
Tontechnik
Phillip Knaak
Fotografie
Karsten Mühlhaus
Marla Schnee